|
Bericht Verbandsspieltag Faustball und Volleyball vom 22. August 2009
Am 22. August fand in Burgdorf auf der Schützenmatte und in der Sporthalle Schützenmatte der traditionelle Verbandsspieltag der Fachgruppe Männer des Turnverbandes Region Bern-Oberaargau-Emmental statt (www.tboe.ch). Die Organisation dieses Sportanlasses hat der MTV Burgdorf übernommen (www.mtvburgdorf.ch), unterstützt durch den TBOE.
Auf der Schützenmatte wurden die Faustballspiele ausgetragen und in der Sporthalle Schützenmatte die Volleyballspiele. Mit nur 14 Faustball- und 10 Volleyball-Mannschaften lag die Zahl der teilnehmenden Mannschaften leider unter den Erwartungen. Ein Grund dafür waren gleichentags durchgeführte anderweitige Sportanlässe in Faustball und Volleyball. Das Spielgeschehen sowohl beim Faustball wie auch beim Volleyball war geprägt durch Fairness, auch neben den Spielfeldern. Gar manche andere Sportart könnte sich davon ein Vorbild nehmen. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen dem TBOE und dem MTV verlief der Verbandsspieltag reibungslos, ohne Zwischenfälle und in sportlich-fairer Atmosphäre. Alle Schiedsrichter erfüllten ihre Pflichten ohne Tadel gemäss den geltenden Reglementen und die Leitung Faustball- und Volleyball erledigte die Administration einwandfrei. Ebenfalls zum guten Gelingen des Spieltages trugen die idealen Wetterverhältnisse bei. Allen nicht-angemeldeten Teams darf mit Fug und Recht gesagt werden, dass sie einen ausgezeichnet organisierten und schönen Sportanlass mit hochstehenden und fairen Faustball- und Volleyball-Spielen verpasst haben. Es hätte sich gelohnt, bei dieser Gelegenheit Präsenz zu zeigen.
Faustball Faustball wurde in 14 Runden in den drei Kategorien B (acht Teams), Senioren und Veteranen (je drei Mannschaften) gespielt, wobei die Senioren und Veteranen gemeinsam spielten, am Schluss jedoch mit zwei eigenen Ranglisten. In der Kategorie B lieferten sich Trubschachen, Sumiswald, Herzogenbuchsee und Roggwil ein spannendes Rennen um die ersten vier Plätze. Lag nach neun Runden die MR Sumiswald auf dem zweiten Platz, wurden sie von der MR Roggwil am Schluss noch abgefangen. Sumiswald musste sich schliesslich mit dem undankbaren vierten Schlussrang mit 9 Spielpunkten begnügen. Der MTV Herzogenbuchsee dagegen vermochte sich zu steigern und belegte mit 10 Spielpunkten den Schlussrang auf Platz drei, punktgleich mit MR Roggwil. Dank der aus allen Spielen resultierenden besseren Fehlerdifferenz konnte die MR Roggwil den zweiten Schlussrang für sich verbuchen.
Unangefochtener Leader Die MR Trubschachen lag während des ganzen Spieltages stets in Führung. Das souverän aufspielende Trubschachener-Team verwies jedwelche Gelüste der Gegner auf den ersten Schlussrang in den Bereich des Wunschdenkens. Trotz hartumkämpfter Bälle auf beiden Seiten der Leine bewies Trubschachen Spielwitz und Nervenstärke. Wie keiner anderen Mannschaft gelang es den Emmentalern, die gegnerische Mannschaft jeweils auch aus der Defensive heraus unter Druck zu setzen. Das Resultat war logisch: Trubschachen gab die Führung nicht mehr aus der Hand, stieg am Schluss mit 11 Spielpunkten auf den obersten Podestplatz und wurde verdienter Gesamtsieger. Am anderen Ende der Skala belegte die Mannschaft des MTV Madiswil mit einer mageren Ausbeute von nur 2 Spielpunkten das Schlusslicht. Madiswils’ Ineffizienz wurde schonungslos mit dem achten und letzten Schlussrang betraft. Ebenfalls nicht gerade auftrumpfen konnte die MR Heimiswil, die immer im hinteren Bereich der Tabelle lag und am Schluss den siebten und zweitletzten Platz mit 3 Spielpunkten behielt. Im Mittelfeld tummelten sich der MTV Eggiwil und Satus Lotzwil. Beide Mannschaften konnten nicht nach oben ausbrechen, andererseits rutschten sie auch nicht auf einen tieferen Tabellenplatz ab. Zwischenzeitlich lag der Satus Lotzwil vor dem MTV Eggiwil, aber gegen Ende des Spieltages hatten die Eggiwiler den längeren Atem. Eggiwil holte sich den fünften Schlussrang mit 6 Spielpunkten vor dem Satus Lotzwil mit 5 Spielpunkten.
Erstarkter MTV Burgdorf Bella Figura hingegen machte der in der Kategorie Senioren startende MTV Burgdorf. Der Gastgeber spielte auch taktisch klug und erwies sich als eine zu grosse Nummer für die Konkurrenz. So erstaunt es nicht, dass der erste Schlussrang für die Burgdorfer nie auch nur andeutungsweise gefährdet war. Mit 10 Schlusspunkten sammelte der erstarkte MTV Burgdorf doppelt so viele Punkte (!) wie die zweitplatzierte MR Sumiswald. Klar abgeschlagen auf dem dritten Senioren-Schlussrang landete der MTV Herzogenbuchsee mit nur einem einzigen Spielpunkt. Weil die Senioren und die Veteranen am Verbandsspieltag in einer gemeinsamen ‚Misch’-Kategorie gegeneinander spielten, gab es auch Duelle zwischen Burgdorf und der Faustball-Hochburg Kirchberg. Die derzeit gute Form des MTV Burgdorf wird durch den Umstand unterstrichen, dass Kirchberg in früheren Jahren dank überlegener Taktik, Präzision und Tempo den MTV Burgdorf mehrmals auf niedrigere Plätze verwiesen. Immerhin erreichte Kirchberg 2 am Verbandsspieltag mit 126 Pluspunkten nur vier Pluspunkte weniger als der MTV Burgdorf, musste aber 34 Verlustpunkte mehr beklagen als die Burgdorfer, die sich nur 71 Verlustpunkte leisteten. In den kommenden Meisterschaften werden mit Sicherheit alle Gegner in der Kategorie Senioren, die Ambitionen haben, den MTV Burgdorf herausfordern. Man darf sich auf spannende Faustball-Duelle freuen und gespannt sein, ob die Emmestädter ihre Effizienz halten oder sogar noch steigern können.
Doppelsieger Kirchberg Die Schlussrangliste der Kategorie Veteranen liest sich etwas ausgeglichener. Am Ende lag die MR Kirchberg 2 mit 7 Spielpunkten auf dem ersten Platz vor der MR Kirchberg 1 mit total 6 Spielpunkten und vor dem drittplatzierten Satus Lotzwil mit 1 Spielpunkt. Die MR Kirchberg 2 (das legendäre „Zwöi“) war der anrennenden MR Kirchberg 1 stets eine Nasenlänge voraus. Es gab also in der Kategorie Veteranen wiederum einen Doppelsieg der Kirchberger, was gegenwärtig schon fast der Normalität entspricht, angesichts der Resultate vergangener Turniere und Meisterschaften.
Volleyball Die Sporthalle Schützenmatte war Schauplatz hochstehender Volleyballspiele, die in 10 Runden in den drei Kategorien Aktive (fünf Teams), Senioren (zwei Teams) und Veteranen (drei Teams) ausgetragen wurden. Leider starteten auch hier weniger Teams als erwartet - insgesamt nur zehn Mannschaften. Wie beim Faustball spielten auch beim Volleyball die Senioren und Veteranen gemeinsam in einer ‚Misch’-Kategorie, am Schluss jedoch mit zwei eigenen Ranglisten. Im Unterschied zum Faustball starteten einige Mannschaften mit Frauen und Männern als Spielerinnen resp. Spieler. In der Kategorie ‚Aktive’ mit fünf Mannschaften durfte man gespannt sein auf die Vorstellungen von Moosseedorf. Weil der Turnverband Bern-Oberaargau-Emmental auch das Mittelland eingeladen hatte, erschienen die A-klassig spielenden Volleyballer aus Moosseedorf in der Rolle einer Gastmannschaft. Da Melchnau und Roggwil normalerweise ebenfalls in der A-Klasse spielen, zählten somit nicht nur Melchnau und Roggwil, sondern auch Moosseedorf am Verbandsspieltag zu den Favoriten. Allerdings vermochten nicht alle ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Melchnau enttäuschte, konnte nur 2 Spielpunkte gewinnen und musste sich mit dem letzten Schlussrang begnügen. Doch auch Moosseedorf hatte seine Mühe, denn es liess sich überraschend von den Ersigern in einem spannenden Spiel schlagen. Dennoch vermochte sich Ersigen nur den vierten und zweitletzten Schlussrang zu ergattern, mit 6 Spielpunkten. Zu stark war die Konkurrenz der auftrumpfenden Mannschaften von Roggwil, Moosseedorf und Wiedlisbach.
Vormachtstellung Oberaargau Klar dominiert wurde der Spieltag von Roggwil. Die Oberaargauer hielten, was man von ihnen erwartete. Sie liessen nichts anbrennen, im Gegenteil, sie zündeten den Nachbrenner und hielten die ärgsten Gegner Moosseedorf und Wiedlisbach erfolgreich in Schach. Roggwil durfte sich schliesslich mit 14 Spielpunkten als verdienten Gesamtsieger auf Platz 1 feiern. Moosseedorf als Gastmannschaft behielt die Nerven, vermochte sich zu steigern, entzog sich dadurch einer Rangierung im Mittelfeld und gewann schliesslich den zweiten Schlussrang mit 10 Spielpunkten. Das Nachsehen davon hatte Wiedlisbach, das zwischenzeitlich auf Platz zwei lag und letztlich mit nur 8 Spielpunkten auf Rang 3 abrutschte.
Oberburger Dominanz Wenn von Dominanz gesprochen werden kann, dann traf dies in der ‚Misch’-Kategorie Senioren+Veteranen eindeutig auf Oberburg zu, wenn auch erst in der zweiten Hälfte des Spieltages. Die Emmentaler lagen zur Halbzeit des Spieltages hinter Aarwangen noch auf Patz 2. Doch dann war das Oberburger Team wie elektrisiert. Sie steigerten sich fast in einen Spielrausch und erwiesen sich immer mehr als Angstgegner. Nur die Langenthaler Veteranen konnten halbwegs mithalten. Der verdiente Lohn der selbstbewussten Emmentaler war Platz 1 in der Kategorie Senioren mit 14 Spielpunkten, gefolgt von Aarwangen auf dem Ehrenplatz mit 8 Spielpunkten. Bei den Veteranen konnte Langenthal für sich in Anspruch nehmen, die gut auf Kurs liegenden Melchnauer Veteranen noch abgefangen und überholt zu haben. Dies gelang Langenthal vor allem durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. Nach der Schlussabrechnung stand Langenthal mit 10 Spielpunkten auf dem obersten Podestplatz, gefolgt von Melchnau Veteranen mit 8 Spielpunkten. Glücklos agierten die Ersiger Veteranen. Sie mussten schliesslich zur Kenntnis nehmen, rein rechnerisch zwar auf Platz 3 gelandet zu sein, jedoch ohne einen einzigen Spielpunkt gewonnen zu haben. Die Veteranenmannschaft von Ersigen hat also das grösste Steigerungspotenzial. Bemerkenswert ist, dass es den Langenthaler Veteranen gelungen ist, mehr Pluspunkte und weniger Verlustpunkte als das drittplatzierte Wiedlisbach in der Kategorie ‚Aktive’ zu erzielen: Total 178 Pluspunkte und 161 Verlustpunkte gegenüber 161 Pluspunkten und 177 Verlustpunkten der A-klassigen Wiedlisbacher.
rst |