25 Jahre TBOE - Aufbruchstimmung, aber nicht nur

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25 Jahre TBOE - Aufbruchstimmung, aber nicht nur
1. April 2026

25 Jahre TBOE - Aufbruchstimmung, aber nicht nur

2026 ist für den TBOE ein Jubiläumsjahr. Das angepasste Verbandslogo deutet «goldig» darauf hin.

Von Peter Friedli, TBOE Team Kommunikation 

Am Samstag, 1. Dezember 2001 fand im «Forum Sumiswald» eine Verbands-Geburt statt: Der Turnverband Bern Oberaargau-Emmental (TBOE) wurde geboren, alles funktionierte bestens. Damit es zu diesem Ereignis kommen konnte, haben vor und um den Jahrhundertwechsel motivierte Turnerinnen und Turner aus dem Emmental-Oberaargau ganz viel gearbeitet und den Weg zu einem Gesamtverband geebnet.

Wie war das damals genau, wie war vor 25 Jahren die Stimmung in den regionalen Turnvereinen, warum überhaupt die TBOE-Gründung, wer zog an den entscheidenden Fäden und was waren die Herausforderungen? – Einer der es genau wissen muss, ist der erste TBOE-Präsident Bruno Schmidiger (TV Oberburg, 2001 bis 2007). Schmidiger ist ein kompetenter «Hans-Turner in allen Turn-Gassen» und hat dem TBOE auf den Startmetern – mit viel Umsicht – geführt und seinen Stempel aufgedrückt. – Das TBOE-Medien-Team fragte bei Schmidiger nach.

 

Bruno Schmidiger, die TBOE-Gründung vom 1. Dezember 2001 liegt gute 25 Jahre zurück. Du warst nicht ‹nur› der erste Präsident, du hast selbst viel und hart am Werk ‹TBOE› mitgearbeitet. – Welche Stimmung hast du um den Jahrtausendwechsel in den Oberaargau-Emmental-Turnvereinen erlebt?

Bruno Schmidiger: Hinsichtlich einer Fusion zu einem Gesamtverband herrschte Aufbruchstimmung … aber nicht nur. Einerseits war es an der Zeit, die bereits seit den 1970er-Jahren stetig wachsende Zusammenarbeit zwischen den bisher bestehenden Verbänden zu vertiefen und das Turnen gemeinsam auszurichten – zumal auch in den Turnvereinen das gemeinsame Turnen zunehmend Einzug hielt. Andererseits war auch Widerstand wahrnehmbar: Das Festhalten am ‹Bewährten› und der Respekt oder womöglich auch die Angst vor dem ‹Neuen›. Die Stimmung war zudem geprägt, durch die aus den jeweiligen Fusionen der fünf Regionalverbände Seeland, Mittelland, Oberland, Oberaargau-Emmental und Jura Bernois resultierende Auflösung des damals 154 Jahre alten Berner Kantonalturnverbands – für viele Turnende unverständlich.

Warum gibt es den/einen Turnverband Bern Oberaargau-Emmental, den grössten Sportverband in unserer Region. Turnerinnen und Turner waren mit ihren Turnvereinen doch schon vor 2001 organisiert?

Ja, etliche Turnvereine waren zu dieser Zeit bereits entsprechend organisiert. Wie bereits erwähnt, hat die Zusammenarbeit auch in den damaligen Verbänden mit den Jahren zugenommen. Im Jahr 1974 wurde das erste gemeinsame Verbandsturnfest mit 40 Turnvereinen in Huttwil durchgeführt – ein Meilenstein: Turnerinnen und Turner gemeinsam an einem Turnfest. In den Folgejahren wurde vieles gemeinsam angegangen. Veranstaltungen und Wettkämpfe wurden miteinander organisiert und ausgetragen. Um diese Zusammenarbeit zu vereinfachen und effizienter zu gestalten, vor allem aber auch um Synergien nutzen zu können, wuchs die Vision eines gemeinsamen Turnverbandes in unserer Region.

Wie verlief die Zusammenarbeit in den verschiedenen Gründungsgremien, was waren die zu lösenden Herausforderungen?

Der erste Schritt war im Jahr 1998 eine Machbarkeitsstudie mit und unter Einbezug der Turnvereine. Die, aus dieser Studie abgeleitete Absichtserklärung für eine Fusion zu einem Gesamtverband, bildete den Start einer intensiven Projektarbeit. Das neunköpfige Projektteam (s. Kasten, Anm. d. Red.) war motiviert und prägte die bereits geschilderte Aufbruchstimmung. Die Herausforderungen zeigten sich, meiner Ansicht nach, mehrheitlich in einer Kombination von unterschiedlichen Bedürfnissen, dem breiten und vielfältigen Angebot des Turnens sowie dem breiten Altersspektrum – allen diesen Fragen gerecht zu werden, all dies unter eine Organisation und unter eine Struktur zu stellen, war herausfordernd und … womöglich auch das eine oder andere Mal nervenaufreibend.

Du hast den TBOE ebenfalls 25 Jahre lang miterlebt. Bist du mit dem Werk ‹TBOE› von 2001 zufrieden. Muss, müsste nachgebessert werden, wo?

Unser Bestreben vor 25 Jahren war, an Traditionen und auch Bewährtem festzuhalten, ohne sich neuen Trends zu verschliessen. Dabei galt es, Neues zu wagen und den Mut aufzubringen, ‹alte Zöpfe abzuschneiden›. Ich denke, dies gilt auch heute noch. Wie ich es mit etwas Abstand beurteilen kann, wird dies im aktuellen Verbandsvorstand weiterhin so gelebt. Ich bin der Meinung, dass es mir aber nicht zusteht, dem aktuellen Verbandsvorstand Ratschläge zu erteilen, wo allenfalls etwas nachgebessert werden müsste oder könnte. Ich stelle jedoch fest, dass das ‹eine› oder ‹andere› auch nach 25 Jahren noch Bestand hat – das freut mich. Und offen gesagt, bin ich dabei auch etwas stolz auf das, was wir damals auf die Beine gestellt haben.

25 Jahre ist ein schöner Geburtstag, der viel Freude bereitet. Was möchtest du dem TBOE schenken, respektive auf die nächsten 25 Jahre mitgeben?

Ganz einfach: Herzliche Gratulation! – Symbolisch schenke ich dem TBOE eine Geburtstagstorte – ein derartiger und besonderer Geburtstag soll gefeiert werden. Es darf dabei auch zurückgeblickt und gemeinsame Erinnerungen dürfen geteilt werden. Doch gilt es auch Voraus zu schauen um nicht stehen zu bleiben.

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Bruno Schmidiger, erster TBOE-Präsident

Name: Bruno Schmidiger. – Geburtsdatum: 12. Juni 1969. – Wohnort: Hasle bei Burgdorf. – Berufliche Tätigkeit: «Chief Risk Officer» (Verantwortlicher für das konzernweite Risikomanagement). – Turnverein: TV Oberburg. – Funktionen: TVO-Präsident 1994-2004; TBOE-Präsident 2001-2007; weitere Funktionen: Jugileiter, Ausbildner Vereins-/Verbandsmanagement im TBOE und STV; diverse OK-Präsidien von regionalen bis nationalen Veranstaltungen (Verbandsturnfest 2012 in Oberburg, Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen 2018 in Burgdorf); TBOE-Ehrenmitglied 2007. – Lieblings-Turnsparte: Leichtathletik. – Bestleistung Klimmzüge: «Zu meinen besten Zeiten wohl schon zwei, drei …» – Besonderes Turnerlebnis: «Viele – vor allem aber die damit verbundenen Freundschaften.» – Lieblingsessen: Griessköpfli nach Mutters Art. – Literatur: Der längste Tag – Normandie 6. Juni 1944 (Cornelius Ryan). – Das nervt: Unzuverlässigkeit. – Ein Wunsch: Gesundheit.

«Neuer Gesamtverband» – das Projekt-Team

Insgesamt bildeten um den Jahrtausendwechsel neun initiative und motivierte Turnerinnen und Turner aus dem TBOE-Land das Gremium, das sich an vielen Sitzungen traf und sich Gedanken zu einem neuen, zu einem Turn-Gesamtverband Oberaargau-Emmental machte. Am Samstag, 1. Dezember 2001 war es dann so weit: Der Turnverband Bern-Oberaargau-Emmental, in seiner heutigen Form, wurde im «Forum Sumiswald» geboren. – Das Gesamtverband-Projekt-Team hat Namen: Gertrud Kessler (DTV Kirchberg BE, Projektleitung), Susanne Wernli (FTV Hasle-Rüegsau), Andreas Ingold (TV Inkwil), Ruth Müller (DTV Roggwil), Bernhard Röthlisberger (TV Langnau i. E.), Gaby Strahm (DTV Langnau i. E.), Hansueli Schär (TV Gondiswil), Käthi Oswald (FTV Burgdorf) und Bruno Schmidiger (TV Oberburg, 1. TBOE-Präsident).

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Gruppenbild, der erste TBOE-Vorstand, v. l.: Daniela Grunder (Abt. Information), Clemens Meier (Abt. F/M/Sen), Ronny Ingold (Fahnenträger), Ursula Neuenschwander (Abt. Administration), Hansjörg Arm (Abt. Ti/Tu), Brigitte Wenger (Abt. Jugend), Andreas Ingold (Fahnengötti), Susanne Wernli (Fahnengotte), Käthi Oswald (Vizepräsidentin), Erika Bärtschi (Fahnenträgerin) und Bruno Schmidiger (Präsident).

 

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Die erste TBOE-Fahne: Fahnenweihe vom 3. Mai 2003 mit Fahnengotte Susanne Wernli (rechts, FTV Hasle-Rüegsau) und Fahnengötti Andreas Ingold (TV Inkwil).


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